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Prof. Renate Peter
Schon als Kind erlebte Renate Peter, dass die Musik den ganzen Körper erfasst und sich ausdrückt durch ein Instrument, die Stimme oder durch den Tanz.

Der Vater, Geiger (Peter-Quartett), die Mutter wurde in Hellerau bei Emile Jaques-Dalcroze, Heinrich Jacoby und Mary Wigman ausgebildet.

Durch Jacoby entstand die Verbindung zur Arbeit von Elsa Gindler, auf die sich Prof. Peter in ihrer späteren Arbeit beziehen sollte, ergänzt durch weitere Studien bei Mieke Monjou, Charlotte Selver und Frieda Goralewski.

Prof. Renate Peter wurde als Schauspielerin an der Folkwang Hochschule in Essen ausgebildet. Schon früh führte sie ihr Weg zu namhaften Regisseuren von denen sie engagiert wurde.

Eine schwere Augenerkrankung zwang sie ihre Bühnenlaufbahn schon früh zu beenden.

Die pädagogischen Hochschulen in NRW beauftragten sie mit der Entwicklung eines neuen kreativen Lehrschulsystems.

Daraufhin erhielt sie eine Berufung an die Universität in Boston (USA). Sie entschied sich für die Musikhochschule in Köln.

Prof. Peter lehrte Stimmbildung und Sprechen für Sänger und Liedbegleiter. Später erweiterte sie ihre Körperarbeit am Instrument.

Durch ihre Arbeit sensibilisierte Prof. Renate Peter für die Zusammenhänge von Gehirn, Atem und den motorischen Bewegungsabläufen beim Musizieren.

Hieraus entwickelte sie das Körperdispositionstraining für künstlerisch darstellende Berufe wie z.B. Sänger, Instrumentalisten, Dirigenten, Tänzer und Sprecher.

Bedingt durch ihr schweres Augenleiden kam sie mit der Methode von Dr. William Bates noch zu dessen Lebzeiten in Kontakt, die die Bedeutung zwischen Sehfunktion und Gehirn hervorhebt.

Durch die Beschäftigung mit dem Gehirn fand sie Möglichkeiten, verlorene Funktionen zurück zu gewinnen, was sie zur Arbeit mit Körperbehinderten führte.

Ermutigt durch ihren Erfolg ging sie dazu über, in Kooperation mit verschiedenen Fachärzten, ihre Arbeit auf unterschiedliche Krankheitsphänomene des Körpers und der Psyche zu übertragen.

Überzeugt von der Bedeutung ihrer Arbeit und nach 60 Jahren Berufserfahrung, ist es ihr stets ein großes Anliegen gewesen, ihren Wissens- und Erfahrungsschatz an ihre Assistenten weiterzugeben. Dies geschieht nach wie vor in den Räumlichkeiten ihres Studios 87.

Frau Prof. Renate Peter verstarb am 22. Mai 2016 im Alter von 96 Jahren.
Das Team wird Ihre Arbeit in Zukunft fortsetzen.

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Studio 87_Verein
für Körpererfahrung
Atem und Stimme
Brüsseler Straße 87
50672 Köln